Darum geht’s
- Der Haushaltsscheck ist das vereinfachte Verfahren, um eine Haushaltshilfe als Minijob (bis 603 €/Monat) bei der Minijob-Zentrale anzumelden.
- Sie zahlen als Arbeitgeber rund 14,6 % Abgaben per SEPA-Lastschrift, eingezogen zweimal im Jahr (31. Juli und 31. Januar).
- Die Minijob-Zentrale besorgt die Betriebsnummer, berechnet die Beiträge und stellt die Jahresbescheinigung für die Steuer aus.
- Enthalten sind die Unfallversicherung und der Zugang zum Steuerbonus nach § 35a.
Für Minijobs im Privathaushalt gibt es ein eigenes, deutlich einfacheres Anmeldeverfahren als in der Wirtschaft. Statt komplexer Meldungen füllen Sie ein einziges Formular aus, den Rest übernimmt die Minijob-Zentrale. Wir erklären, wie es läuft.
Was ist der Haushaltsscheck?
Der Haushaltsscheck ist die vereinfachte Meldung eines Privathaushalts als Arbeitgeber. Damit melden Sie eine Haushaltshilfe an, die bei Ihnen einen Minijob ausübt, also bis 603 € im Monat verdient. Die Minijob-Zentrale, eine Stelle der Deutschen Rentenversicherung, kümmert sich dann um Berechnung und Einzug der Beiträge.
Der Haushaltsscheck gilt nur für Minijobs. Verdient Ihre Haushaltshilfe mehr als 603 € im Monat, ist die Anstellung sozialversicherungspflichtig und läuft über das reguläre Verfahren. Den Unterschied erklären wir im Beitrag Minijob oder Midijob.
Wie funktioniert das Haushaltsscheck-Verfahren?
Das Verfahren besteht aus wenigen Schritten:
- Betriebsnummer: Als Arbeitgeber brauchen Sie eine Betriebsnummer. Haben Sie noch keine, vergibt die Minijob-Zentrale sie automatisch.
- Haushaltsscheck ausfüllen: Zu Beginn der Beschäftigung reichen Sie den Haushaltsscheck online oder auf Papier ein, mit Ihren Daten, denen Ihrer Haushaltshilfe und dem vereinbarten Lohn.
- SEPA-Lastschrift erteilen: Die Beiträge werden von Ihrem Konto abgebucht, Sie müssen nichts selbst überweisen.
- Beiträge werden zweimal im Jahr eingezogen: für Januar bis Juni am 31. Juli, für Juli bis Dezember am 31. Januar des Folgejahres.
- Änderungen und Ende melden: Ändert sich der Lohn oder endet die Beschäftigung, reichen Sie einen neuen Haushaltsscheck ein.
- Jahresbescheinigung: Einmal im Jahr bekommen Sie eine Bescheinigung für Ihre Steuererklärung.
Was kostet der Haushaltsscheck?
Über den Haushaltsscheck zahlen Sie als Arbeitgeber rund 14,6 % des Lohns an Abgaben. Sie setzen sich 2026 so zusammen:
- Pauschalbeitrag Krankenversicherung: 5 %
- Pauschalbeitrag Rentenversicherung: 5 %
- Gesetzliche Unfallversicherung: 1,6 %
- Umlage U1 (Krankheit): 0,8 %
- Umlage U2 (Mutterschaft): 0,22 %
- Pauschsteuer: 2 %
- Gesamt: rund 14,6 %
Ein Beispiel: Bei 400 € Lohn im Monat zahlen Sie 58,40 € Abgaben obendrauf, macht 458,40 € Gesamtkosten. Wie sich die Kosten insgesamt zusammensetzen, lesen Sie unter Was kostet eine Putzhilfe?
Welche Vorteile hat der Haushaltsscheck?
Der größte Vorteil ist der geringe Aufwand: ein Formular statt monatlicher Meldungen, und die Beiträge werden automatisch berechnet und abgebucht. Dazu kommen drei handfeste Vorteile:
- Unfallversicherung: Ihre Haushaltshilfe ist über die Anmeldung automatisch gesetzlich unfallversichert, auch auf dem Arbeitsweg. Mehr unter Muss ich meine Haushaltshilfe versichern?
- Steuerbonus: 20 % der Kosten holen Sie über § 35a von der Steuer zurück, bis 510 € im Jahr. Details unter Steuerrabatt für Haushaltshilfen.
- Rechtssicherheit: Ihre Hilfe ist angemeldet und versichert, das Risiko von Schwarzarbeit entfällt.
Was übernimmt quitt für mich?
quitt füllt den Haushaltsscheck für Sie aus, meldet Ihre Haushaltshilfe bei der Minijob-Zentrale an und rechnet den Lohn ab. Sie geben die Eckdaten ein, quitt übernimmt Anmeldung, Lohnabrechnung und Versicherung. Sie bleiben der Arbeitgeber und bestimmen, wen Sie einstellen und was Sie zahlen.
Haushaltshilfe gefunden? Starten Sie die Anmeldung, quitt übernimmt den Rest. Was der Service kostet, sehen Sie auf der Preisübersicht.
Wir übernehmen den Haushaltsscheck für Sie
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